Training der traditionellen historischen Kampfkünste |
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Fechten basiert nur in einem geringen Maß auf Kraft. Vielmehr stehen Geschicklichkeit und Schnelligkeit im Vordergrund. Wir machen also kein umfangreiches Fitnessprogramm zu Beginn jedes Trainings. Zum Aufwärmen haben sich die Übungen von Scott Sonnon (siehe youtube, intuflow) als sehr gute Basis zum unterstützen der notwendigen Beweglichkeit erwiesen und wer laufen lernen möchte oder ein Verlangen danach hat, Liegstützen zu machen, geht besser in ein Fitnessstudio. Ganz muskelkaterfrei ist das Training allerdings nicht und zumindest am Anfang kann es sehr mühselig werden, über eine komplette Trainingszeit mit einem Schwert zu agieren. Aber das wird mit der Zeit besser. Jeder Mensch kann in jedem Alter und unabhängig vom Geschlecht die Muskulatur aufbauen, die wir für die jeweilige Sportart benötigen. Fechten lernen kann jeder, unabhängig von Alter oder Geschlecht und die Fitness entwicklet sich mit der Zeit und bei jedem Menschen individuell. Die Frage ob Fechten gefährlich ist kann ohne weiteres mit "Ja" beantwortet werden. Eine Sportart, in der zwei Menschen mit einem Stück Stahl aufeinander los gehen ist gefährlich. Allerdings haben wir seit Bestehen des Vereins noch keine ernsthafte Verletzung gehabt, obwohl wir sehr viel Frei, d.h. ohne Absprachen miteinander trainieren. Das eine zentrale Wort heißt hier "Kontrolle".
Das andere zentrale Wort heißt "Schutzausrüstung"
Fechten ist allerdings ein Kontaktsport. Ihr werdet durchaus getroffen und den einen oder anderen blauen Flecken bekommen. Mit solchen Schmerzen und kleineren Verletzungen umzugehen lernen und trotzdem weiter machen gehört zu dem, was Fechten euch lehrt. Außerdem lernt ihr neben dem sportlichen Aspekt viel über den Umgang mit Konflikten, Standfestigkeit, Durchsetzungsfähigkeit, Umgehen mit der eigenen Angst und mit der Aggression von Anderen, das Treffen von schnellen Entscheidungen, intuitiv richtiges Handeln, unmittelbares Reagieren, aktives Handeln, einen fairen Umgang miteinander und einiges mehr. Unter sportlichen Aspekten werdet ihr mit der Zeit eine Verbesserung der Koordination, der Muskulatur und der Kondition feststellen und eine erhebliche Verbesserung eurer Reaktionsfähigkeit. Die historischen Kampfkünste sind hauptsächlich auf Waffen fixiert und haben in der heutigen Zeit nur einen sehr eingschränkten Selbstverteidigungsaspekt. Schwert, Dolch und ähnliches sind einfach nicht das, was die Menschen des 21sten Jahrhunderts bei sich tragen und es ist auch nicht empfehlenswert das zu machen, denn unsere Polizisten und Richter werden wenig Verständnis zeigen, wenn ihr einen Menschen damit verletzen solltet, selbst wenn der Euch angegriffen haben sollte. Es gibt in den historischen Kampfkünsten auch kein Graduationssystem mit verschiedenen Gürtelfarben und ähnlichem. Es gibt auch nur wenige Wettkämpfe und bei uns ist die Teilnahme an solchen Wettkämpfen kein Ziel des Vereins. Das Streben nach Besser, Schöner, Größer aus die Anderen hat hier keinen Platz. Statt dessen steht das individuelle Lernen jedes Einzelnen in seiner persönlichen Lerngeschwindigkeit im Mittelpunkt. Es gibt in den historischen europäischen Kampfkünsten kein Regelwerk, das eine Aktion verbietet. Knapp zusammen gefasst kann man sagen: in dieser Kampfkunst gilt die Regel: Töte ihn bevor er Dich tötet. Ihr habt es hier also mit einer sehr ursprünglichen Form des Kampfes zu tun, der für das Überleben in einem Gottesurteil und für die Abwehr eines bewaffeneten Raubüberfalles entwickelt wurde. Gut ist hier alles was funktioniert. Ähnlichkeiten mit Schaukämpfen, die Ihr auf Mittelaltermärkten oder im Kino zu sehen bekommt, werdet ihr keine finden - dafür aber etwas sehr effizientes und unmittelbares. Training Codex BelliFechten nach dem Regelwerk des Codex Belli ist Sportfechten. Es besteht also kaum ein Zusammenhang zwischen den historischen europäischen Kampfkünsten und einem Fechten nach Codex Belli. Das Training ist fast ausschließlich nach Sparring orientiert und entsprechend schweißtreibend. Hier steht der sportliche Wettkampf im Vordergrund und ein Kampf um Punkte. Kämpfen könnt Ihr nach diesem System auf den meisten Mittelaltermärkten und bei vielen privaten Veranstaltungen. Es macht Spaß, schult die Koordination, Kondition und Reaktion und es ist eine sinnvoll Ergänzung zu dem Historischen Fechten. Wenn Ihr in einer Schlachtreihe gewinnen wollt, dann müsst Ihr im Team arbeiten und wenn Ihr Angst vor blauen Flecken habt, dann sucht Ihr Euch besser einen anderen Sport. Da Ihr über eine extrem gute Waffenkontrolle verfügen müsst um diesen Sport betreiben zu können ohne andere zu verletzen, werdet Ihr zunächst einmal eine Weile üben müssen. Ein paar Worte zur AusrüstungNatürlich werdet Ihre mit der Zeit Eure eigene Ausrüstung brauchen. Dazu gehören:
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